Ausgabestelle Kalletal

Die Ausgabestelle im Kalletal ist von Lüdenhausen nach Hohenhausen umgezogen. Die Ausgabestelle befindet sich jetzt an der Rintelner Straße 13 in Hohenhausen. Mit einem »Tag der offenen Tür« wurde der Umzug ins Kalletaler Zentrum begangen

Initiatorin ist Heidi van den Berg. Ihre Devise: Nicht Reden, sondern Handeln. Zunächst hat sie in Zusammenarbeit mit anderen Ausgabestellen der „Ostlippischen Tafel“ von ihrer Wohnung aus Lebensmittel verteilt, um Notleidenden zu helfen. Schnell fanden sich ehrenamtliche Helfer und im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Lüdenhausen konnte eine Ausgabestelle eingerichtet werden.

Ausgabe ist jeden Samstag von 17.30 bis 18.30 Uhr (Anmeldung/Kartenvergabe ab 17 Uhr).

Allerdings fehlt es an der Möglichkeit, Lebensmittel zu lagern. Auch haben nicht alle Bedürftige aus dem Kalletal die Möglichkeit, nach Lüdenhausen zu kommen.

»Deshalb suchen wir nach Räumlichkeiten mit Lagermöglichkeit und von denen aus in Zusammenarbeit mit weiteren sozial tätigen Organisationen/Einrichtungen für das Kalletal flächendeckend Hilfe geleistet werden kann«, bittet Heidi van den Berg um Unterstützung.

Spenden sind gerade während der Aufbauphase der Ausgabestelle nötig und werden gerne entgegen genommen. Kontakt: Telefon 05264/1702

Mitten im Kalletal

Heidi van den Bergs Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Lange wollte die Initiatorin der Ostlippischen Tafeln mit ihrer Ausgabestelle für Bedürftige ins Zentrum des Kalletals ziehen. Nun ist so weit. Die neue Ausgabestelle ist jetzt an der Rintelner Straße 13 in Hohenhausen.

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»Für mich ist nicht nur ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen«, sagt van den Berg. Das Haus an der Rintelner Straße, die ehemaligen Praxisräume von Dr. Schmidt, standen seit drei Jahren leer. »Die Eigentümer, die Familie Stapperfenne, traten an uns heran und haben uns das Haus jetzt für fünf Jahre zur Verfügung gestellt. So sichern sie es vor dem Verfall und wir haben unseren Stützpunkt jetzt mitten im Kalletal. Lediglich die laufenden Kosten müssen wir übernehmen«, freut sich die Initiatorin der Einrichtung.

So sind in den unteren Räumen jetzt die Ausgabestelle und in den oberen Räumen eine Wohnung entstanden. Dort wohnt Jörg Glomp, der Hausmeister. Mit seiner Miete wird ein Teil der entstehenden Kosten gedeckt.

Die Einrichtungsgegenstände für die Ausgabestelle, Tische und Bänke wurden von Reinhold Kuhfuß zur Verfügung gestellt – Sitzbänke aus dem Wartebereich der Lüdenhauser Kirchengemeinde. »In den kommenden Tagen wird noch eine komplette Küchenzeile als Spende kommen«, berichtet van den Berg.

Von Hohenhausen aus können jetzt auch Kunden bis in die Weserdörfer versorgt werden, für die Betroffenen aus Lüdenhausen ist ein Fahrdienst der Kirchengemeinde eingerichtet. Mehr als 80 Kunden – mehr als 200 Einzelpersonen und mehrköpfige Familien – sind bereits in der neuen Ausgabestelle registriert.

»Wir geben die Lebensmittel an alle aus, die ihre Bedürftigkeit nachweisen können«, sagt Heidi van den Berg. Dies seien von Langzeitarbeitslosigkeit Betroffene, aber ebenso Menschen, deren Einkommen kaum für den Lebensunterhalt reiche. Zudem seien immer häufiger Kinder und Jugendliche von Armut bedroht sowie Senioren mit niedrigen Renten. Im Vergleich zum Dezember 2011 habe sich die Zahl dieser Menschen fast verdoppelt.

Mittlerweile sind 20 ehrenamtliche Helfer damit beschäftig, die Ware unter der Woche zu holen, zu lagern und dann auszugeben. Anders als in Lüdenhausen beginnt die Nummernvergabe jetzt erst um 18 Uhr. Die Ausgabe verschiebt sich dadurch auf 18.30 Uhr.

Um den vielen Sponsoren und Unterstützern einen Einblick in die neuen Räume zu geben, werden diese bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 11. November, von 11 Uhr an vorgestellt. Dazu sind auch alle interessierten Bürger eingeladen. Das Spielmobil wird vor Ort sein, Getränke und Speisen werden gereicht.

Heidi van den Berg und ihre Mitstreiter hoffen auf großes Interesse, um ihre Arbeit und die neue Ausgabestelle einem breiten Publikum vorzustellen. »Denn, wer weiß, was wir machen, ist eher bereit, etwas zu geben«, sagt sie.

Die Helfer der Tafel: (hinten, von links) Heidi van den Berg, Jörg Glomp, Nevim Cakir, (vorne) Rosemarie Plöger, Ingrid Glomp, Nazmye Karacan, Victoria Neumann und Nafiz Karacan.

Indem sie qualitativ einwandfreie Lebensmittel vor der Vernichtung bewahren, schafften die Tafeln in Deutschland seit Jahren einen Ausgleich zwischen Überfluss und Mangel. Seit Dezember 2009 gibt es nun die Ausgabestelle im Kalletal. Mit Unterstützung und Hilfe der Lüdenhauser Kirchengemeinde entstand im Jahr 2010 die Ausgabestelle der Ostlippischen Tafel.

Hermann Westerhaus, Kirchenvorstand in Lüdenhausen, bot damals nicht nur die Räume an, sondern auch die Trägerschaft für die Ausgabestelle. Die Lebensmittel kommen aus Überproduktionen, Fehlproduktionen und Geschäften, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums Ware abgegeben.

Mit Geldspenden wird der Unterhalt der Ausgabestelle finanziert: Ostlippische Tafel, Ausgabestelle Kalletal, Träger: Kirchengemeinde Lüdenhausen. Spendenkonto: 4065769, Bankleitzahl 4825011, Sparkasse Lemgo. Wer etwas spendet, sollte stets den Vermerk »Tafel« angeben.

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